„Enders“ von Lissa Price

Mrz 3, 2015 | 2 von 5, Bücher, Rezensionen | 2 Kommentare

Wenn Falken schreien, ist es Zeit zu fliegen.

endersEnders ist die Fortsetzung zu „Starters„, einer Dystopie von Lissa Price, die 2012 in Deutschland veröffentlicht wurde. Ich habe die damals im Mai 2012 gelesen, das ist nun fast 3 Jahre her. Vielleicht ist die vergangene Zeit auch daran schuld, dass mich „Enders“ einfach nicht in seinen Bann ziehen konnte.

Damals hatte mir das Buch gefallen, obwohl es Höhen und Tiefen hatte, und ich persönlich den Schreibstil schwierig fand, war es alles in allem doch eine interessante und fesselnde Dystopie. „Enders“ konnte da gar nicht mithalten.

Obwohl am Anfang von Callie, der Hauptfigur, viel erklärt und erzählt wurde „was bisher geschah“, fehlten mir zum Teil einige wichtige Informationen. Über die Hälfte des Buches wusste ich nicht mehr wer Michael eigentlich war, und so ging es mir auch mit anderen Figuren die zwischendurch auftauchten. Es wird einiges wieder erklärt, aber vielleicht sollte man nach so vielen Jahren doch erst mal den 1. Band nochmal lesen, oder mittlerweile einfache beide zusammen als Marathon.

Aber das ist ja eigentlich meine Schuld, und bei den Nebenfiguren kann man darüber ja auch einfach hinwegsehen. Über andere Sachen nicht. Der Schreibstil zum Beispiel. Ich gebe hier gerne der deutschen Übersetzung die Schuld, da ich nicht weiß wie es im Original ist. Aber auf Deutsch hatte ich das Gefühl, die Charaktere sind 8 Jahre alt. Nicht fast erwachsen, so wie sie vom ersten Band in Erinnerung hatte. Dieses Gefühl stellt leider irgendwie das ganze Buch auf den Kopf.

Davon mal abgesehen, dass das Buch sowieso wenig Inhalt hat. Richtig spannend wird es nur auf wenigen Seiten. Vom Gefühl her hätte die eigentliche Handlung auch gut noch in den 1. Band gepasst, vielleicht 100 Seiten mehr, und zusammen hätten die beiden Bücher eine tolle alleinstehende Dystopie ergeben. So hat man eine Serie erzwungen, wo keine war, und das merkt man im 2. Band besonders. Über längen passiert nichts, auch Charakter Entwicklung ist eher wenig zu sehen, denn eigentlich waren die alle im 1. Band schon auf Ihrem Höhepunkt. Und sogar die Plot-Twists und Überraschungsmomente kamen eher wenig überraschend. Echt schade.

„Starters“ war gut, ich hatte die Hoffnung das „Enders“ eins oben drauf setzt und das Duo mit eine Knall beendet. Das hat es leider nicht geschafft. Ich sage es nicht gerne, aber lest nur „Starters“ und belasst die Geschichte dabei. Ich wünschte, das hätte mir jemand empfohlen.

2 Sterne

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Meine Bewertung: 2/5

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