„Titanic – 4 Tage bis zur Unsterblichkeit“ von Eigel Wiese

Apr 15, 2015 | 4 von 5, Bücher, Rezensionen | 0 Kommentare

Sonntagnacht, 14. April (AP). Um 22.25 Uhr heute Nacht funkte der White Star Liner TITANIC CQD an die hiesige Marconi-Station und meldete Kollision mit einem Eisberg. Der Dampfer fordert sofortige Hilfe an.

Heute vor 103 Jahren erloschen die Lichter der Titanic und das größte Kreuzfahrtschiff seiner Zeit versank in den Tiefen des Atlantiks. Die Geschichte kennen wir alle, deswegen sind Titanic Bücher immer ein kleines Abenteuer. Wegen Ihrer Größe und der vielen tollen Bilder sind sie relativ teuer, und man weiß nie was einen wirklich erwartet.

So enthält auch „4 Tage bis zur Unsterblichkeit“ die üblichen Geschichten, die man als Titanic-„Fan“ bzw. interessierter Leser so oder so ähnlich schon mehrfach gelesen hat. Mr und Mrs Straus, Navratil und seine Söhne, das mysteriöse Schiff das in der Nacht hätte helfen können, aber nicht auf die Lichtsignale reagiert hat, Zitate von Lawrence Beesley… bei Geschichtsstoff der schon 103 Jahre alt ist, muss man eben davon ausgehen dass es nicht viel Neues gibt.

Wir kennen alle die tickende Uhr in einem ruhigen Raum, die erst wahrgenommen wird, wenn sie aufhört zu ticken, weil wir unbewusst das Ticken vermissen.

Ein paar Details waren für mich jedoch auch neu, und dafür lohnt sich dann der Kauf eines weiteren Titanic Buchs immer. Zum Beispiel hatte ich von den sieben Heizern, die in letzter Sekunde die Abfahrt verpassen zwar mal gehört, aber nie gelesen. Und dass es wirklich zwei Situationen/Passagiere gab, die Jack und Rose aus dem Titanic Film ähneln, fand ich auch sehr interessant.

Wie selbstlos sind Menschen in Krisensituationen? …Briten hätten auf der Titanic eine zehn Prozent schlechtere Chance gehabt zu überleben, als Amerikaner.“

Vor allem haben mich aber die Teile des Buches begeistert, in denen erklärt und gezeigt wird, wo man heute noch Titanic erleben und anfassen kann (Belfast, Southampton, diverse Nachbauten in den USA, Museen, Friedhöfe…). Man weiß nie, ob sich so eine Reise lohnen würde, aber im Buch bekommt man einen guten Eindruck davon, was sich lohnen könnte, und was nicht.

„Kein anderes Geräusch, kein Schrei in der Nacht, keine Alarmmeldung, niemand aufgeregt – es gab wirklich nichts, das selbst ängstlichen Menschen hätte Furcht einflößen können.“

Für Titanic Neueinsteiger, die sich so ziemlich zum ersten Mal mit dem Hintergrund der Katastrophe beschäftigen, ist das Buch perfekt. Es werden die wichtigsten Fakten angesprochen, alles scheint gut recherchiert und noch besser erzählt. Der Autor Eigel Wiese quasselt nicht viel unnötig Drumherum und kommt einfach von Punkt zu Punkt.

Als Geschenk, egal ob für Neuling oder Sammler, lohnt sich „4 Tage bis zur Unsterblichkeit“ allemal. Das Buch ist eine tolle Kollektion von Fakten, Bildern, Zeitungsartikeln, Schaubildern und einer limitierten Nachbildung eines Titanic Mützenbandes, das ich am liebsten für jedes Buch als Lesezeichen benutzen würde.


Meine Titanic-Empfehlungen:

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Meine Bewertung: 4/5

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