„Neun Tage und ein Jahr“ von Taylor Jenkins Reid

Jan 28, 2016 | 4 von 5, Bücher, Rezensionen | 0 Kommentare

Irgendwie wollten sich meine Gedanken zu „Neun Tage und ein Jahr“ zu keiner richtigen Rezension zusammen setzen. Was jetzt folgt ist ein Gedankenwirrwarr. Das tut mir leid. Aber das ein Buch soetwas mit einem macht kann ja auch spannend sein… für mich auf jeden Fall. Ich hoffe ich wecke trotzdem euer Interesse an der Geschichte, denn das Buch ist definitiv lesenswert.

NeunTageundEinJahr

 

»Hast du schon einmal von Supernovas gehört? Sie leuchten heller als alles andere am Himmel, dann verblassen sie ganz plötzlich. Mir gefällt die Vorstellung, dass es bei dir und Ben so war. Dass ihr in der wenigen Zeit miteinander mehr Leidenschaft erfahren habt als manche Menschen in ihrem ganzen Leben.«

Neun Tage sind Elsie und Ben verheiratet. Neun Tage Glück, die für ein ganzes Leben reichen müssen. Denn Ben stirbt bei einem tragischen Unfall. Für Elsie bricht die Welt zusammen. Wie soll sie weitermachen ohne den Menschen, den sie am meisten liebt? Erst eine unerwartete Begegnung reißt Elsie aus ihrer Trauer und schenkt ihr neue Hoffnung …

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Taylor Jenkins Reid ist 2015 zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden. „Maybe in Another Life“ wird immer eines meiner Herzensbücher sein und „Zwei auf Umwegen“ hat mich auch schwer berührt. Da musste ich einfach „Neun Tage und ein Jahr“ haben und es hat mich eigentlich auch nicht enttäuscht. Eigentlich.

Elsie und Ben, ein Traum von einem Paar. Würden sie über sich selber sagen. Als Außenstehender guckt man hin und denkt. „Wie, die ziehen schon zusammen? Die kennen sich doch gerade mal ein paar Wochen.“ oder „Wie, verheiratet? Die haben sich doch gerade erst kennen gelernt.“ Ihr könnt mir nicht sagen, dass sowas nicht schon mal über eure Lippen gekommen ist. Oder ihr habt es euch wenigstens gedacht.

neuntageundeinjahr-tjr-twobears2„Neun Tage und ein Jahr“ gibt einem einen Einblick auf die andere Seite. In Elsies Leben, Gefühle und Gedanken. Elsie verbringt ihr Wochenende gerne zu Hause auf der Couch, ihre Freundin ist die, die immer Männer abschleppt. Doch als Elsie Ben trifft, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn und bis zum letzten Moment scheint alles zu stimmen. Die beiden scheinen doch alles (zusammen ziehen und heiraten in weniger als 6 Monaten) richtig gemacht zu haben.

Ich finde alle Perspektiven in diesem Buch unheimlich spannend. Für Elsie ist es nicht so, als hätte sie Ben gerade erst kennen gelernt. Deswegen machen ihre Entscheidungen für sie Sinn. Kommentare wie „ihr kennt euch doch gar nicht richtig“ sind für sie dagegen nur heiße Luft, richtige blöde Aussagen wie „das ist doch gar keine „richtige“ Ehe“ können sogar verletzen. Sollte man sich mal merken, und öfter versuchen, sich in andere Personen hineinzuversetzen. Ich finde, darüber denkt man viel zu selten nach.

Zum ersten Mal sehe ich nicht mich. Ich sehe die Frau, die alle sehen, []: die arme Irre, die dachte, sie hätte ein Leben mit Ben Ross vor sich. (S.175)

– S.175 –

Eine von Taylor Jenkins Reid großen Stärken ist, dass man sich in ihren Büchern in alle Personen gut hineinversetzen kann, egal ob man die Situation schon einmal erlebt hat, oder nicht. Das traf bis jetzt auch immer auf alle zu, bis auf Bens Mutter in diesem Buch. Vielleicht hing das damit zusammen, dass sie die große böse Stiefmutter spielen musste, aber generell fand ich sie sehr nervig und konnte ihre Handlungen bis zum Ende nicht richtig nachvollziehen.

Die Handlung für sich war okay, es passiert nicht viel besonderes oder unerwartetes. Aber meiner Meinung nach muss das auch nicht immer sein. Manchmal sind es gerade die „normalen“ Liebesgeschichten mit den „langweiligen“ Menschen, die ich gerne lese. Geschichten wie im echten Leben.

Ich weiß, manchmal liest man, um der Realität zu entfliehen. Aber manchmal liest man auch, um zu sehen dass die Realität nicht immer grau, traurig oder anstrengend sein muss. Realität kann auch schön sein, sogar wenn Schreckliches passiert. Das beweist Taylor Jenkins Reid in ihren Büchern bis jetzt immer.

Aber was, wenn es nur eine begrenzte Menge Glücksmomente in einer Beziehung gibt? Vielleicht geht sie zu Ende, wenn man diese Momente zu schnell verbraucht.

Leseempfehlung, ja oder nein? Bei Taylor Jenkins Reid immer JA. Probiert es/sie einfach mal aus, dabei könnt ihr eigentlich nichts falsch machen.

image credit: twobears2NASA

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Meine Bewertung: 4/5

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