Was ja während der Schulzeit fast keiner der Mitschüler verstehen kann, ist wenn man gerne liest, Deutsch eines der Lieblingsfächer ist und man sich freut wenn die Lehrerin Bücher mit in die Klasse bringt. Ich war so eine „Missverstandene“-Schülerin, deswegen fand ich es super interessant zu lesen, was Maddie von Maddies Dream of Wonder so in der Schule an Lektüren lesen musste. Den Tag/das Stöckchen kommt ursprünglich von Carina von Worte und Welten, ich hoffe es ist okay wenn ich auch mitmache, obwohl mich keiner getagged hat.

„Altsteinzeit… Wie sah es aus vor 12 000 Jahren, als Menschen die letzten Mammute jagten? Wie lebten die Mammutjäger? Wie wohnten sie? Wie fingen sie Fische? Wie machten sie Feuer und fertigten Werkzeuge?
Das könnt ihr erleben, zusammen mit Rokal dem Fremden, Faskon dem Riesen, der weisen Mura, der klugen Arik, dem heimtückischen Lagun und dem kleinen Jäger Nück.“

Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir das in der 5. Klasse gelesen und kurz vorher in der Klasse Ice Age geguckt. Natürlich war dann auch jeder von der Lektüre begeistert, und hat sich gefreut als wir dazu Mammuts und Höhlenmalereien etc… malen durften. Das Buch war toll, um auch Lesemuffel in der 5. Klasse fürs Lesen zu begeistern.

„Sehnsüchtig schaut Kristina vom Fenster den spielenden Kindern auf der Straße zu. Sie kommt sich wie eine Gefangene vor. Die Mutter kommt erst um Mitternacht von der Arbeit nach Hause und in der Sorge, Kristina könnte etwas passieren, verbietet sie ihrer Tochter, die Wohnung zu verlassen.

Als Tobias gegen die Wohnungstür hämmert und behauptet, er würde verfolgt, öffnet Kristina sofort. Alle Ermahnungen der Mutter sind vergessen. Tobias ist etwas großspurig, begutachtet die Wohnung, als würde sie ihm gehören, und es gelingt ihm, Kristina zu überreden, sie als Hauptquartier für die Treffen mit seinen Bandenmitgliedern zu nutzen. Eine verhängnisvolle Entscheidung, denn bald bekommt Kristina zu spüren, was es heißt, sich auf die Seite von Tobias geschlagen zu haben.

Sie gerät zwischen die Fronten zweier sich bekämpfender Jugendgruppen, die ihre Zeit mit nächtlichen Sprühtouren, Straßenschlachten und S-Bahn-Surfen verbringen.“

Das müsste dann so 6./7. Klasse gewesen sein (wie erinnert ihr euch eigentlich da noch so genau dran?). Richtig erinnern kann ich mich an das Buch auch schon gar nicht mehr. Ich weiß dass ich es nicht schlecht fand, aber auch nicht super. Es war ziemlich kurz, weswegen ich mich die Hälfte der Stunden gelangweilt habe. Als Bücherwurm war ich damals einfach schon auf einem anderen Niveau beim Lesen.

„When David Copperfield’s father dies, his mother is forced to marry Edward Murdstone, a cruel and domineering man. David’s early life is one of poverty and hardship. Finally the young boy runs away to Dover and takes refuge with a lost aunt. David goes on to make many friends and finds great success, but he must endure much suffering and loss along the way.“

Englischlektüre der 8. Klasse. Unsere Lehrerin hatte damals über 20 verschiedene Bücher mitgebracht (u. a. Dracula, Frankenstein…), und jeder durfte sich eins aussuchen. Ich dachte damals „Oh, David Copperfield. Ein Buch über einen Magier…“ Naja, ich musste dann am ende der 112 Seiten festellen, dass Charles Dickens‘ David Copperfield und der Magier David Copperfield nichts miteinander zu tun haben… es war trotzdem eine interessante Lektüre, nur ein bisschen zu wenig Magie. 😉

„Isabelle, die junge Protagonistin aus Découvertes, hat jetzt einen kleinen Hund, den sie Idéfix genannt hat. Was aber keiner weiß ist, dass der kleine Idéfix nur durch Zufall auf der Straße landete und eigentlich Youki heißt. Wie er zu seinem neuen Namen kam und die ganzen Abenteuer, die er in Paris erleben musste, bevor er bei Isabelle ein neues Zuhause fand, erfahren die Schülerinnen und Schüler in Courage, Youki !“

In der 8. oder 9. Klasse „durfte“ ich dann an einem französischen Vorlesewettbewerb teilnehmen, und habe zur Vorbereitung darauf von meiner Lehrerin diese Lektüre bekommen. Zum Glück musste ich nur den Teil durcharbeiten, den ich dann auch vorgelesen habe. Den Rest von der Lektüre habe ich bis heute noch nicht gelesen, für das Verständnis reichte mein Französisch leider nie so richtig… und das obwohl die Lektüre für das Ende vom 1. Lernjahr empfohlen wird. Naja…

„Alles beginnt mit der tragischen Liebe zwischen Rosa und Esteban. Aber als Rosa bei einem Attentat ums Leben kommt, bricht nicht nur für Esteban die Welt zusammen – ihre mit dem zweiten Gesicht begabte kleine Schwester Clara hat den Tod Rosas kommen sehen. Von Schuldgefühlen geplagt, beschließt die Zehnjährige, von nun an für immer zu schweigen. Der vor Schmerz wie gelähmte Esteban zieht sich auf das verfallene Landgut der Familie zurück. Nach zwanzig Jahren harter Arbeit wird er zurückkehren, um „Clara wieder zum Leben zu erwecken“ … „

Und dann in der 9. Klasse brachte unsere Deutschlehrerin über 20 Bücher aus der heimischen Bibliothek mit (darunter auch Klassiker wie den Schimmelreiter und eher unbekannte Schätze wie „Das 5. Kind„, also man konnte quasi Glück haben oder sich total vergreifen 😉 ). Jeder durfte sich eins aussuchen und in den Herbstferien verschiedene Aufgaben dazu abarbeiten. Und ähnlich wie bei David Copperfield mit der Magie dachte ich hier „Oh, Geister“ und wurde dann doch 500 Seiten lang enttäuscht. Trotzdem hat mir „Das Geisterhaus“ sehr gut gefallen, und es war die erste Lektüre die mich mal so richtig gefordert hat.

„“Der Richter und sein Henker“ ist einer seiner berühmtesten Romane – die Geschichte eines Mordes. Mit den reißerischen Mitteln einer Detektivstory erzählt er die Aufklärung einer Gewalttat an einem Polizeileutnant, den letzten Fall des totkranken Komissars Bärlach – die Geschichte einer hintergründigen Pointe.“

Und dann in der 10. Klasse das Buch, dass dann auch in der Abschlussprüfung behandelt wurde. Ich war glaube ich die einzige in der Klasse, der dieses Buch sehr gut gefallen hat. Der Erzählstil, wie der Mord aufgedeckt wurde und die Psychospielchen… ich hatte Spaß mit dem Buch und habe es gerne hinterfragt/erläutert. Aber ich bin da wohl ein bisschen seltsam. 😉

„Mit hintergründigem Humor schildert Daniel Kehlmann das Leben zweier Genies: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Er beschreibt ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Ein philosophischer Abenteuerroman von seltener Phantasie, Kraft und Brillanz.“

Zu guter letzt habe ich dann meine fachgebundene Hochschulreife (12. Klasse) mit diesem Buch abgeschlossen. Dazu kann ich sagen, dass ich das Buch sehr sehr toll fand und seit meinem Abschluss immer mal nochmal lesen wollte, aber mit dem Buch sind leider auch ganz schlimme Erinnerungen an meine damalige Deutschlehrerin verbunden (die in Erläuterungen immer nur gute Noten vergeben hat, wenn man genau ihre Meinung vertreten hat. Alle anderen Meinungen waren falsch und wurden nie über die 3- hinaus bewertet, egal wie sehr man sich bemüht hat) weswegen ich leider immer noch einen großen Bogen um das Buch mache.

Falls ihr aber eine interessante & spannende Erzählung sucht, mit schrägen Charakteren, für Nerds und die, die es mal werden wollen ist das auch ein Buch für euch, auch außerhalb der Schule. Außerdem gibt es mittlerweile auch eine tolle Verfilmung dazu.

Im Großen und Ganzen war ich immer sehr froh mit den Büchern, die wir lesen „mussten“. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich an einer „Regionalen Schule“ war (den Begriff gibt es heute gar nicht mehr, oder?) und die Lehrer sich nicht an die klassischen Lehrpläne mit den typisch zähen Schullektüren halten mussten.

Was musstet ihr in der Schule so lesen? Oder was hättet ihr gerne gelesen? Fühlt euch getagged. 😉

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