Mit Willi Wurzel durch den Zauberwald im Birkenfelder Land

von | Jul 15, 2017 | Ausflugstipps, MicroAdventures, Unterwegs |

Ortsbürgermeister und Förster Udo Schönwetter hat sich für Besucher im Zauberwald etwas ganz Besonderes ausgedacht: er hat den Gnom Willi Wurzel beauftragt, den kleinen und großen Wanderern etwas über die Natur beizubringen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und mussten Willi Wurzel natürlich einen Besuch abstatten. Das solltet ihr übrigens auch tun: denn von Gnomen, Nixen, Elfen und Feen kann man einiges lernen und das mit viel Spaß und besonderen Erlebnissen für Klein und Groß.

Los geht es am Wanderparkplatz „Zauberwald“ in Oberhambach, in der Nähe des Ferienpark Hambachtal. Man kann auch am Wanderparkplatz „Sauerbrunnen“ starten, dann verpasst ihr aber die erste Station und die erste Begegnung mit Willi Wurzel. Also aufgepasst bei der Parkplatzwahl! 😉

Schon vorm „Eingang“ trifft man: Willi Wurzel!

Willi Wurzel ist Waldmeister des Zauberwaldes. Er hat sich so einiges ausgedacht, um vor allem kleinen Besuchern den Wald, die hier beheimateten Tiere und den richtigen Umgang mit der Natur näher zu bringen. Den kleinen Zwerg den wir dabei hatten, konnte man für fast alle Spielstationen begeistern. Angefangen vom Waldxylophon bis hin zum Baumschlangentelefon haben die Stationen nicht nur Spaß gemacht, sondern waren auch sehr lehrreich.

So haben wir z.B. gelernt, welche Tierlaute ein Reh macht oder wie sich ein Zunderschwamm anfühlt. Was ein Zunderschwamm ist, wurde gerade an dem Wochenende auch in „1, 2 oder 3“ im ARD erklärt. Zufälle gibt’s, die gibt’s gar nicht. 😉 Mir selber hat die Fühlstation „Samtig und Borstig“ am besten gefallen. Fuchsfell ist so unfassbar flauschig!

Einige der Stationen haben aber leider auch wir Erwachsenen nicht verstanden: z.B. mag ich Quizze unfassbar gerne, habe aber erst an der dritten Quiz Station verstanden wie das Klappenquiz funktionieren soll. Fehlte da eine Anleitung oder haben wir uns nur besonders doof drangestellt? An der „Tierfährtenstempel“ Station war es für Groß und Klein enttäuschend, dass die Spuren in dem trockenen Sand noch nicht mal eine Sekunde lang erkennbar sind bevor sie zerlaufen. Hier könnte man mit wenig Aufwand etwas nachbessern.

Eine Nixe auf dem Trockenen

Dass Nina Nixe auf dem Trockenen sitzt, dafür kann keiner etwas außer der viel zu heiße Sommer. Normalerweise sitzt sie in einem kleinen Teich wo man u.a. Frösche entdecken könnte. So konnten wenigstens die großen Wanderer die tollen Holzschnitzarbeiten von Dieter Pieroth bewundern, auf die man unterwegs immer mal wieder trifft. Die riesigen Figuren von Gnomen, Nixen, Einhörnern und co. scheinen mit sehr viel Liebe gefertigt worden zu sein und verzaubern einfach jeden im Zauberwald.

Am „Hambacher Fels„, dem Zentrum des Zauberwaldes, trifft man auf den Steinhauer Gnom, der auf einen aufpasst, wenn man über die Felsen klettert. Selber aufpassen sollte man, dass er einem nicht das Essen stiehlt, wenn man an der Sitzgruppe dort eine wohlverdiente Pause macht.

Klettern am Hambacher Fels

Die Pause lohnt sich auf jeden Fall, um sich für die nächsten Spielstationen ordentlich zu stärken. Denn bei Gnomenfitness und Tierweitsprung kommt es auf jeden Zentimeter an. Wie man sieht hatte unser Zwerg eine ganz eigene Taktik. Ich hingegen hatte mich wohl nicht genug gestärkt. Ich kam nur knapp so weit wie ein Hase. Beim nächsten Mal klappt’s dann besser. 😉

Die Bilder sehen alle etwas düster aus, so als wären wir spät abends im Wald unterwegs gewesen. Es war früher Nachmittag, aber der Zauberwald ist ein sehr dichter Nadelwald. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man an einem 30°C heißen Sommertag nicht ins Schwitzen kommt, egal wie viel man im Gnomenfitnessstudio rumklettert. Die Sonnenstrahlen die es durch den Nadelwald schaffen verleihen dem ganzen Wanderweg auch magischen Charme. Definitiv ein Zauberwald!

Ganz kurz muss man den Zauberwald jedoch verlassen. Zumindest die Mutigen unter den Wanderern. Denn für die geht es 110 Stufen hinauf auf den Hattgensteiner Aussichtsturm. Wie schon oft erwähnt habe ich keine Höhenangst. Dass man zwischen den Stufen durchsehen kann mag ich jedoch gar nicht. „Nicht nach unten sehen„, denke ich mir mehrmals und schaffe es nach ein paar Mal tief Luft holen bis ganz nach oben.

Belohnt wird man nach 110 Stufen mit einer fast unendlichen Weitsicht über den Nationalpark Hunsrück Hochwald. Da hat sich der Mut doch gelohnt, auch wenn der Abstieg etwas länger dauert. „Ich hab ja nur noch ein paar Fotos gemacht“ – immer eine gute Ausrede parat haben lohnt sich auch. 😉

Schnell geht es zurück in den dichten, dunklen Wald. Unser kleiner Zwerg schwört, dass er ein paar Gnome gesehen hat und wir nehmen die Verfolgung auf. So vergehen die verbleibenden paar Kilometer wie im Flug und schneller als gedacht (bzw. erwünscht), stehen wir wieder neben Willi Wurzel am Parkplatz. 

Wir verabschieden uns von Willi und versprechen bald mal wieder zu kommen. Außerdem haben wir versprochen, dass wir unsere Freunde und Bekannte vorbei schicken, Willi verspricht daraufhin, sich gut auf euch vorzubereiten. Also jetzt seid ihr dran! 🙂

Informationen:

Übersichtskarte
>> Flyer & Karte gibt es vor Ort am Wanderparkplatz << 11 km Traumschleife „Rund um den Zauberwald“

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