Ohne Ausdauer an der Mosel – Teil 3: jetzt wird richtig gewandert

Apr 17, 2016 | Expeditionen, Unterwegs, Wandern | 0 Kommentare

Im 3. und letzten Teil von Rukhis erster Expedition geht es weiter mit Blick auf die Mosel. Das Ziel: den Moselsteig finden. Vom Landal Ferienpark aus kein Problem. Ich liebe das ja, wenn Parks/Hotels/Ferienwohnungen… direkt an den Wanderwegen liegen, und man nicht noch groß mit dem Auto durch die Gegend fahren muss.

Teil 1 oder Teil 2 verpasst? Kein Problem, einfach auf die Bilder klicken:
Landal-Sonnenberg (11)   Mosel-Teil2-17
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Rukhis Expedition

Rukhis Expedition #1: Ohne Ausdauer an der Mosel (Teil 3)

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Für die, denen der Moselsteig kein Begriff ist: der Moselsteig ist ein Qualitätswanderweg und Fernwanderweg, über den man von Perl (Saarland) bis nach Koblenz an der Mosel entlang wandern kann. Dabei gibt es viel Kultur und Natur zu sehen und zu erleben.

Der Landal Greenpark Sonnenberg liegt auf Etappe 8 des Moselsteigs. Die Etappe führt eigentlich von Leiwen nach Neumagen-Dhron.

Es führt ein direkter Weg vom Wildgehege des Landal Sonnenberg auf den Moselsteig, gefühlt noch kein ganzer Kilometer und einfach auch mit Kindern machbar. Man sollte aber bedenken, dass es dann auf dem Rückweg steil bergauf geht. Dazu aber am Ende mehr.

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Wir sind, entgegen dem Strom, dem Moselsteig erstmal in Richtung Leiwen gefolgt. Wir hatten die ganze Woche die Aussicht auf die Mosel in Richtung Neumagen-Dhron und ich wollte einfach mal wissen, wie es auf der anderen Seite so aussieht. 🙂 Und wir hatten so viel Glück, denn auf dieser Seite des Berges hatte sich die Sonne versteckt. Auch wenn sie nur kurz rauskam, wir haben sie gesehen… also von weitem. 😉

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Man befindet sich direkt mitten in den Weinbergen. Später im Jahr wenn die bewachsen sind, mit Blättern und Trauben ergeben sich vielleicht schönere Bilder, aber es hat auch so einen gewissen Charme, finde ich.

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Die kleine Kapelle haben wir uns nur von weitem ansehen können. Eine größere Gruppe Menschen war dort gerade beim Mitagessen und wir wollten nicht stören. Aber die kleine Kuppel schien ein gemütliches Plätzchen für eine Pause zu sein und ist sogar mit dem Auto erreichbar.

Was würdet ihr eigentlich denken, wenn beim Wandern im Wald euer Wanderpartner hinter euch auf ein mal aufschreit: „Oh guck mal, Rehkitze!“ !?

Ich denke mal ihr würdet auch wie ich schnell die Kamera zücken und nach vierbeinigen Tieren Ausschau halten, oder? Bis sich herausstellt, dass im Saarland die Samenstände dieser Pflanze hier rechts als „Rehkitze“ bezeichnet werden. Fragt mich nicht warum, bei uns heißen die auch einfach „Weidenkätzchen“… da wird man im Wald auch nicht enttäuscht. 🙂Weidenkätzchen

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Der Moselsteig führ an dieser Stelle etwas von der Mosel weg (wir waren ja auch in die falsche Richtung unterwegs). In einer der Kurven durch die Weinberge taucht eine Abzweigung auf den Wanderweg „Le5“ auf. Mein Gedanke war „Le5, Anfang der Woche sind wir den doch gegangen, zurück zum Landal Greenpark.“ Ich dachte eben, er würde uns „einfach“ zurück zum Ferienhaus bringen, da kann man nichts falsch machen oder sich verlaufen. Naja… wenn ich mir jetzt so dass Bild ansehe denke ich eher, gehe niemals wieder einen dunkle Abzweigung in den Wald hinein. Wer weiß, was oder wer da auf einen Wanderer lauert… (links: Moselsteig, rechts: dunkle Le5 Abzweigung)

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Begrüßt hat uns dann erstmal ein kleiner Zitronenfalter, soweit so gut. 🙂 Der konnte eine gefühlte Ewigkeit still sitzen, bis ich keine Lust mehr hatte und weitergehen wollte… deswegen nur ein verwackeltes Foto und ein Suchbild. 😉

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Mosel-Teil3-1-20Der Weg selbst scheint nicht oft gegangen oder gewartet zu werden. Überall lag knöchelhoch das Laub, nur etwa ein drittel des Weges war freigemacht worden. Ob von einem Förster oder einfach von anderen Wanderern, keine Ahnung.

Auf der rechten Seit des Weges wurde es noch dazu schnell unheimlich. Dort fliest ein kleiner süßer Fluss, der allerdings komplett eingezäunt ist. Ich glaube, dass dort sowas wie Schrebergärten eingezäunt wurden, die von der ganz anderen Seite wohl auch begeh- bzw. befahrbar sein müssen.

Manche waren richtig schön gepflegt, so wie der hier links. Die meisten sahen jedoch eher aus, als wohnten hier Serienkiller. Mich hätte es nicht groß geschockt, wenn aus einem der heruntergekommen, verschimmelten Wohnwägen jemand um Hilfe gerufen hätte. Dunkler Wald, raschelndes Laub unter unseren Füßen, links neben uns ein steiler Hang, rechts neben uns der Zaun… da soll man mal nicht paranoid werden…

 

 

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Um auf diese Paranoia noch eins drauf zu setzen, „erschien“ zwischen zwei Gärten auf ein mal dieser Stuhl. In jedem anderen Moment wäre das einfach nur ein lustiges Foto gewesen. Aber, keine Minute bevor wir den Stuhl entdeckt haben, hatte ich zum ersten Mal mit dem jammer angefangen und mir laut eine Bank gewünscht… „Ich würde mich gerne kurz setzen.“ hatte ich gesagt… und der Wald wollte mir anscheinend helfen!?

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Ich bin daran vorbei gegangen, ohne mich zu setzen. Wer weiß, was passiert wäre…

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Mosel-Teil3-1-27Zwischendurch, als dieser Weg unendlich schien, haben wir mal wieder die Handykarte rausgeholt und gemerkt, dass dem „Le5“ zu folgen nicht die beste Idee war. Der führt nämlich irgendwie komplett um den Sonnenberg herum, anstatt (wie ich dachte) zum Ferienpark auf dem Sonnenberg.

Glücklicherweise, bzw. weil wir stur sind und nicht umdrehen wollten, haben wir dann nicht nur eine Bank gefunden, sondern auch eine Abkürzung. Der Landal Greenpark war so nett und hat hier sogar ein Schild aufgestellt, das die Abkürzung kennzeichnet.

Trotz der kurzen Pause auf der Bank mit Stärkung (Wasser und Brot… äh, Brötchen) haben wir uns für die Abkürzung entschieden. Ganz um den Berg hätten wir mit unserer Kraft und (nicht mehr vorhandenen) Ausdauer nicht geschafft.

 

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Es ging dann zwar ziemlich direkt und steil den Berg hoch, aber das haben wir dann auch noch geschafft. Danach war ich aber trotzdem froh über die Badewanne im Ferienhaus. 🙂 Insgesamt waren wir ca. 2 1/2 Stunden unterwegs. Ich weiß, für euch klingt das nach nichts, für mich war das anstrengend. Daran muss ich wohl noch arbeiten… 😉

Rukhis Expedition #1: Ohne Ausdauer an der Mosel

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