Der exklusive Wander- und Erlebnistag am Litermont in 20 Bildern | Traumschleife Gipfeltour und Kupferbergwerk

Jul 2, 2017 | Ausflugstipps, MicroAdventures, Photo Diary, Traumschleifen, Unterwegs, Wandern | 0 Kommentare

Ich könnte jetzt lügen und behaupten, ich habe mich im Mai ganz spontan für den Wander- und Erlebnistag am Litermont von lebedraußen! angemeldet. Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich lange überlegt ob ich die 10 Kilometer Traumschleife überhaupt schaffe, vor allem da es ja eine Gipfeltour ist, das heißt oft geht es steil bergauf und bergab. Ganz zu schweigen von dem auf und ab und den vielen Treppenstufen im Kupferbergwerk Düppenweiler vorab.

Aber manchmal muss man mutig sein und es hat sich echt gelohnt. Auch wenn mir die insgesamt 15 Kilometer (laut Fitnesstracker) noch zwei Tage später in den Knochen steckten, der Tag war super und ich war froh dabei gewesen zu sein. Bianca hat das super organisiert (DANKE dafür nochmal!) und ich hab mich gefreut über jeden der an dem Tag dabei war und den ich kennenlernen durfte. Eine Liste der Teilnehmer, sofern ich mich erinnere und es etwas zu verlinken gibt, findet ihr am Ende des Beitrags.

Teil 1 | Kupferbergwerk Düppenweiler

Um 10 Uhr ging es los, ich kam direkt mal ein paar Minuten zu spät. Dafür darf ich als Hunsrücker dem Saarland die Schuld geben, denn irgendwas ist in dem kleinen Bundesland immer los: Baustellen, keine Beschilderung… egal wie früh man weg fährt, man kommt meistens doch zu spät. Aber egal, denn es waren ja zum Glück nur ein paar Minuten und ich konnte mich schnell in einen roten Kittel werfen und noch an der Führung im Kupferbergwerk teilnehmen.

Ganz oft kommt man sich mit Schutzhelmen ja albern vor bei Führungen in Höhlen, aber im Bergwerk hab ich zum ersten Mal gemerkt, dass die Helme durchaus Sinn machen. Sonst hätten wir bestimmt alle mit schweren Kopfverletzungen schon nach ein paar Minuten die Führung abbrechen müssen. Teilweise sind die Gänge echt dunkel und eng und man bleibt überall hängen. 

Die Dunkelheit hatten wir dem Umstand zu „verschulden„, dass wir in Ecken geführt wurden wo eigentlich kein normaler Besucher hin darf. Unser Bergwerksführer Karl-Rudi Wilhelm hat uns in die dunkelsten Ecken geführt und Geschichte aus seiner Zeit beim Bergbau erzählt. Wer nur die „Licht und Toninstallation Mystallica“ durchläuft, verpasst eine echt lustige und spannende Führung, die es so wohl kein zweites Mal gibt. 

Falls ihr keine Fans von Führungen seid, gibt es rund um das Bergwerk auch einiges auf eigene Faust zu erkunden. z.B. ist neben der kleinen Kapelle ein Stück vom Stollen für alle jederzeit geöffnet, das geht dann auch ohne Helm und Verkleidung. 😉

Teil 2 | Traumschleife Litermont Gipfeltour

Da wir bzw. Karl-Rudi Wilhelm sich unter Tage ein bisschen verquatscht hatte, ging es ohne große Pause direkt zum nächsten Tagesordnungspunkt über: dem Wandern. Die Traumschleife Litermont Gipfeltour sollte bezwungen werden. Vom Kupferbergwerk ist die weniger als einen Kilometer entfernt.

Leider war die Himmelsleiter gesperrt, eines der Highlights dieser Traumschleife fiel so aus und es ging etwas auf und ab bzw. hin und her bis wir den Gipfel erreichten. Wer sich den GPS Track unten etwas genauer anschaut erkennt die Stelle vielleicht. 😉

Ich hoffe die Himmelsleiter wird restauriert und wieder geöffnet, ich bin neugierig wo genau die hindurchführt und ob die wirklich so wackelig sein soll, wie sie im Moment aussieht. 😉

Die Himmelsleiter. Sieht sehr abenteuerlich aus, vielleicht war sie deswegen gesperrt?

Unser Berwerksführer Karl-Rudi ließ es sich nicht nehmen, uns noch bis ans Gipfelkreuz zu begleiten und hatte uns sogar ein saarländisches Märchen in Mundart mitgebracht. Ich habe zwar nur in etwa die Hälfte davon verstanden (als Hunsrücker hat man sowieso so seine Probleme mit dem saarländischen Dialekt 😉 ) aber es war auf jeden Fall skurril genial. Noch etwas, dass man so wahrscheinlich kein zweites Mal erlebt.

Schade, dass er uns dann wegen Knieproblemen verlassen musste, ohne ihn hat der Rest des Weges nur halb so viel Spaß gemacht. 😉

Die Traumschleife selbst ist sehr abwechslungsreich, von Froschparadies mit Sand unter den Füßen, über eine Teufelsschlucht bis hin zum Gipfelkreuz ist eigentlich alles dabei, was ein Wandererherz höherschlagen lässt. Dabei lassen sich die 10 Kilometer gut an die eigene Fitness anpassen, in dem man steile Passagen einfach umgehen oder durch querlaufende Wege zwischendurch abkürzen kann.

„Du wirst in den Wäldern etwas mehr finden als in den Büchern.
Die Natur wird dich lehren, was du von Lehrern nicht zu hören bekommst.“ – Bernhard de Clairvaux –

Ich habe die knapp 10 Kilometer geschafft und sie während dem Wandern fast gar nicht gemerkt. Die ein oder andere Steigung hat mich zwar außer Puste gebracht, aber dank der Mitwanderer war das alles halb so schlimm und die Anstrengung ging im Gespräch bzw. im „Flow“ der Gruppe unter. Danke dass ich mit euch allen wandern durfte, ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder im Wald!

Meine Traumschleifen Stempel und mehr Traumschleifen Berichte findet ihr
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